Arbeit, Bildung und Teilhabe in Stade und Buxtehude
Die Hanse Werkstätten Lebenshilfe Stade-Buxtehude gGmbH sind ein Tochterunternehmen der Lebenshilfe Buxtehude. Sie bieten Menschen mit geistiger, körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung berufliche Bildung, Arbeit, Begleitung und Unterstützung.
Die Hansewerkstätten sind eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung nach § 225 SGB IX. An Standorten in Stade und Buxtehude werden mehr als 150 Menschen betreut, gefördert und beschäftigt.
Ziel ist es, Menschen durch Arbeit und berufliche Bildung in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um Beschäftigung, sondern auch um Selbstständigkeit, Verantwortung, soziale Teilhabe und die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Der Weg in die Werkstatt
Der Weg in die Hansewerkstätten beginnt mit einem Antrag auf berufliche Rehabilitation beim zuständigen Kostenträger. Nach der Kostenzusage startet ein Eingangsverfahren. In dieser Zeit wird gemeinsam geprüft, ob die Werkstatt der passende Ort ist.
Im Berufsbildungsbereich können die Teilnehmenden verschiedene Tätigkeiten kennenlernen und ausprobieren. Dieser Bereich kann bis zu zwei Jahre dauern. Dabei werden persönliche Interessen, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten berücksichtigt. Ziel kann ein Arbeitsplatz im Arbeitsbereich der Werkstatt sein - oder ein Schritt in Richtung allgemeiner Arbeitsmarkt.
Arbeiten lernen, Fähigkeiten stärken
In den Hansewerkstätten gibt es verschiedene Arbeitsbereiche, zum Beispiel in der Holzverarbeitung, im Garten, in der Hauswirtschaft, in der Verpackung, in der Montage, mit Papier oder mit Blumen.
Die Menschen werden von pädagogisch geschulten Fachkräften sowie von Fachleuten aus Handwerk und Industrie angeleitet. Zusätzlich gibt es Beratung und Begleitung durch sozialpädagogisch und psychologisch ausgebildetes Fachpersonal.
Zur Arbeit gehören auch arbeitsbegleitende Angebote. Dazu zählen unter anderem Berufsqualifikation, kreative Angebote, Musik, Sport, Entspannung, lebenspraktische Themen und kognitives Lernen. Diese Angebote unterstützen die persönliche Entwicklung und finden während der Arbeitszeit statt.
Wege auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
Die Hansewerkstätten unterstützen auch den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Ein erster Schritt kann ein Praktikum in einem Unternehmen sein. Danach kann ein Außenarbeitsplatz entstehen.
Bei einem Außenarbeitsplatz arbeitet die Person in einem Betrieb in der Region, bleibt aber zunächst Mitarbeiter der Werkstatt. Fachkräfte für berufliche Integration begleiten diesen Weg und beraten sowohl die Mitarbeitenden als auch die Unternehmen.
Auch für Auftraggeber und Betriebe kann die Zusammenarbeit interessant sein. Arbeitsleistungen der Werkstatt können unter bestimmten Voraussetzungen mit der Ausgleichsabgabe verrechnet werden. Außerdem können Unternehmen Menschen mit Behinderung über Praktika oder Außenarbeitsplätze kennenlernen und Teilhabe am Arbeitsleben konkret ermöglichen.