Es gibt kein schlechtes Wetter… …nur die falsche Kleidung!

Das konnte unsere Gruppe von sechs Jugendlichen auf der gemeinsamen Kletterreise mit dem deutschen Alpenverein von der Sektion Hamburg und Niederelbe (DAV) an einem sehr verregneten Wochenende im Juli erfahren.
Gemeinsam verbrachten wir im kleinen Mittelgebirgszug „Ith“, in der Nähe von Hameln-Pyrmont eine schöne Zeit.
Die Trainer Gurdrun, Jürgen und Jörg vom DAV nahmen uns an zwei Tagen auf kleine Abenteuer mit.
Nach unserer Abfahrt am Freitag in Buxtehude, mit guter Partymusik und bester Laune, kamen wir nach einer staureichen Autofahrt endlich am schönen Campingplatz am Humboldtsee an.
Dort konnten wir uns als Team gleich beweisen. Ein großes Gewitter zog bereits auf und so mussten alle mit anpacken um unser Zelt schnell aufzubauen. Das klappte super!
Noch bevor der erste Tropfen Regen vom Himmel fiel, stand unser kleines „Häuschen“ für die nächsten zwei Nächte.
Während des Gewitters konnten wir uns bereits gemütlich im Zelt aufhalten und uns von der anstrengenden Fahrt und dem Aufbau des Zeltes erholen. Es gab selbstgemachte, allerdings kalte, „HotDogs.
Nachdem wir unsere Betten hergerichtet und es uns gemütlich gemacht hatten, ließen wir den Abend bei einer gemeinsamen Runde „UNO“ ausklingen.
Am Samstag mussten wir früh aus den Federn. Schon um 7Uhr klingelte der Wecker und wir starteten den Tag mit einem Frühstück im Bett.
Da es regnete und wir in den Wald zu einer Höhle wandern wollten, mussten wir uns alle regenfeste Kleidung anziehen. Nach einer kleinen Autofahrt durch das Gebirge, waren wir endlich am Parkplatz angekommen.
Los ging es! Ab in den Regen und in den nebligen Wald. Ganz schön aufregend. Der Wald sah bei dem trüben Wetter wirklich verzaubert und schön aus. Eine Wanderung auf nassen Waldboden ist gar nicht so leicht. Der Weg bis zur Höhle war bereits mit einigen kleineren „Kletterfallen“ sehr aufregend. Alle mussten sich die Hände schmutzig machen um ans Ziel zu kommen.
An der Höhle angekommen wurden wir alle mit einer Taschenlampe ausgestattet damit wir im Winterquartier der Fledermäuse auch etwas sehen konnten. In der Höhle war es dunkel und auch hier mussten wir unsere Kletterkünste unter Beweis stellen. Alle trauten sich bis zum Ende der Höhle zu laufen.
Wieder am Tageslicht, ging es zurück zum Auto und wir fuhren zu einem Niedrigseilgarten. Auf einem kleinem Gelände des DAV gab es zwischen ein paar Bäumen knifflige Kletteraufgaben. Hier probierten wir uns alle ein wenig aus und übten unsere Körperspannung und das Gleichgewicht.

Erschöpft, nass, voller Matsch, aber sehr glücklich und zufrieden ging es zurück zum Campingplatz. Nach einer ausgiebigen Duschparty, ließen wir den Abend mit einer leckeren Pizza und einer Runde „Wickinger Schach“ ausklingen. Auch am Sonntag mussten wir nämlich wieder früh aus den Betten, denn wir wollten das trockenere Wetter nutzen um endlich so richtig zu klettern.
Sonntagmorgen 7 Uhr: Alle wurden mit dem Disneyklassiker „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ geweckt. Es lag eine Menge Arbeit vor uns. Zähne putzen anziehen und dann auch noch alles aufräumen und das Zelt gemeinsam abbauen. Für so ein starkes Team wie uns aber alles kein Problem. Um 9 Uhr waren wir bereits abfahrtklar und es konnte losgehen.
Das Ziel war ein Parkplatz in der Nähe des Felsens an dem wir klettern wollten.
Am Parkplatz angekommen, zeigte Jörg uns allen die Ausrüstung und stattete uns gut mit Helm und Klettergurt aus. Nun mussten wir wieder ein Stück durch den Wald wandern bis wir endlich an unserem „Probierstein“ angekommen waren. Dort hatten Jürgen und Gudrun bereits alles vorbereitet.
Nach ein paar Aufwärmübungen mit Gudrun ging es dann hoch hinaus. Motiviert und neugierig auf das Klettern am Felsen wuchsen wir alle über uns hinaus.

Einige von uns waren bereits bei den ersten Kletterversuchen im Kletterzentrum in Hamburg im letzten Jahr dabei und konnten ihr Wissen wieder auffrischen und Erlerntes sogar direkt wieder umsetzen. Für manch anderen waren die Kletterversuche am Felsen die ersten ihres Lebens. Alles war sehr aufregend. Anders als an den Kletterwänden im Kletterzentrum, gab es keine bunten Griffe und Tritte.
Wir mussten uns den Felsen genau anschauen und überlegen wo wir uns festhalten konnten und unseren Fuß hinsetzen konnten um weiter nach oben zu gelangen. Am Gipfel angekommen mussten wir unter Beweis stellen wie gut wir in der Kletterhalle aufgepasst und verinnerlicht hatten wie wir ohne Verletzungen wieder zurück zum Boden kommen können. Ein Einfaches in den Gurt setzten konnten wir diesmal nicht machen. Wir mussten unsere Beine ausstrecken und die Füße gegen den Felsen stellen. Sonst hätten wir uns die Knie aufgeschlagen. Vertrauen zu uns selbst, zum Seil und zum Kletterpartner waren die wichtigsten Voraussetzungen damit wir auch wieder gut am Boden ankommen konnten.
Als wir alle einige Male den Felsen hochgeklettert und kaputt von so viel Adrenalin waren, gingen wir wieder zurück durch den Wald. An einer Feuerstelle auf dem nahegelegenen Zeltplatz machten wir noch eine Abschlussrunde. Jörg, Gudrun und Jürgen wollten von uns wissen, wie uns das Wochenende gefallen hat und wir bedankten uns noch mit leckeren Pralinen bei den Dreien.
Unser Fazit vom Wochenende : WIEDERHOLUNG BITTE!
Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr Zeit finden um uns wieder im Ith zu treffen.
An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes Dankeschön an den Deutschen Alpenverein der Sektion Hamburg und Niederelbe e.V. und vor allem an Gudrun, Jürgen und Jörg, dass ihr uns ermöglich habt so ein schönes Wochenende zu erleben!