Schwimmen

Im regelmäßig stattfindenden Schwimmunterricht werden den Kindern und Jugendlichen viele Erfahrungen mit dem Element Wasser angeboten. Nach und nach sollen sie Vertrauen und Sicherheit gewinnen und ihre motorischen Fähigkeiten verbessern.

Die Kinder und Jugendlichen machen vielfältige sensorische Erfahrungen, die insbesondere die taktile, vestibuläre, propriozeptive, akustische und visuelle Wahrnehmung betreffen.

Durch spezielle Bewegungsangebote wird die motorische Entwicklung der einzelnen Kinder und Jugendlichen gefördert (Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination).

Neben den motorischen Fähigkeiten werden beim Schwimmen auch soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen gefördert. Jedes Kind / jeder Jugendliche hat die Möglichkeit, sich seinen Fähigkeiten entsprechend den Bewegungsraum des Wassers zu erschließen und – wenn möglich – das selbständige Schwimmen zu erlernen. Der Erwerb der verschiedenen Schwimmabzeichen steht nicht im Vordergrund, ist jedoch für den Einzelnen oft ein großer Erfolg.

Schülerinnen und Schüler mit einer schweren Behinderung werden im Rahmen des therapeutischen Einzelschwimmens gefördert. Dieses Angebot der Kalle-Gerloff-Schule wird wöchentlich von einer Physiotherapeutin in einem Therapiebad durchgeführt.

Geht man davon aus, dass dem Menschen möglichst viele Angebote zu einer optimalen Entwicklung bereitgestellt werden sollten, so spielt auch die Bewegung im Wasser dabei eine bedeutende Rolle. Gerade für stark beeinträchtigte Menschen ist das Angebot an neuen interessanten Erfahrungsräumen häufig eingeschränkt. Hier kann das Wasser eine reizvolle und ideale Umgebung für eine psychomotorische Förderung sein.

Sensorische Erfahrungen, die vor allem das taktile, propriozeptive, vestibuläre, akustische und visuelle System ansprechen, helfen dem Kind, sich ein Bild über seinen Körper und seine Lage im Raum zu machen.
Im motorischen Bereich werden grundlegende Fähigkeiten wie Kraft, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Ausdauer, Gleichgewicht, Bewegungskoordination und vieles mehr entwickelt.

Sozial-emotionale Aspekte, wie das Wahrnehmen und Ausdrücken von Gefühlen wie Angst, Freude und Stolz werden im Wasser angesprochen. Gemeinsame Aktivitäten und vertrauensvolle Situationen fördern die Kontaktaufnahme, Nähe und Interaktion zwischen dem Schüler und dem Therapeuten. Auseinadersetzungen mit physikalischen Gegebenheiten des Wassers regen zu Denkprozessen an.

Das warme Wasser aktiviert den gesamten Organismus. Darüber hinaus bietet es besonders Menschen mit motorischen Einschränkungen die Möglichkeit sich ohne fremde Hilfe zu bewegen. Dies fördert ihr Selbstbewusstsein und motiviert sie sich aktiv in die psychomotorische Arbeit mit einzubringen.

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