Motopädie

…… ist ein Angebot für alle Kinder der Kindergärten und alle Schülerinnen und Schüler der Tagesbildungsstätte sowie der Kooperationsklassen. Die Kinder und Jugendlichen nehmen einmal in der Woche an einer 45-minütigen Fördereinheit teil. Sie kommen mit den Pädagogen ihrer Gruppe in eine Turnhalle und werden durch eine ausgebildete Motopädin angeleitet.

Mit den Begriffen Psychomotorik und Motopädie werden pädagogisch-therapeutische Methoden bezeichnet, die alle von der Möglichkeit ausgehen, soziale und kognitive Lernprozesse und therapeutische Zielsetzungen durch die Beeinflussung der Wahrnehmung und Motorik zu fördern. Durch spezielle Bewegungs- und Wahrnehmungsangebote werden grundlegende Lernerfahrungen erworben.

Die Turnhalle und ihre Geräte werden umfunktioniert. Da werden Berge, Höhlen, Brücken, Tunnel, Riesenrutschen, Boote, Autos, Raumschiffe und vieles mehr hergestellt und in das Spielgeschehen einbezogen. Es werden Expeditionen in unbekannte Welten unternommen wie Sumpfüberquerungen und Schatzsuchen, gerade so, wie es sich situativ ergibt.

Aber auch das Kennen lernen und Spielen mit verschieden Materialien wie Papier, Schaumstoff, Tücher u. ä. wird angeboten. Rollbretter, Schwungtücher und andere psychomotorische Übungsgeräte werden in das Spielgeschehen einbezogen.
Rhythmische Einheiten, kooperative Spiele und Regelspiele, Mannschaftsspiele wie Fußball, sorgen bei den älteren Schülern für eine hohe Motivation und Mitmachbereitschaft.
Die Betonung liegt auf einer ganzheitlichen Sichtweise der kindlichen Handlung, diese zu verstehen und die individuellen Ziele entwicklungsorientiert zu gestalten.

Psychomotorik beinhaltet die Entwicklung und Förderung von Menschen durch das Zusammenspiel von

  • bewegen,
  • wahrnehmen,
  • denken,
  • fühlen und
  • handeln

im Spiel oder bei anderen bedeutsamen Handlungen mit einer weiteren Person.

Motivation und Bereitschaft der Kinder spielen eine große Rolle.

In der Zusammenarbeit mit den Pädagogen der Kindergartengruppen und Klassen wird der Förderbedarf der einzelnen Kinder und Schüler festgestellt. Die therapeutischen Zielsetzungen werden dann in eine spielerische Gruppenaktivität eingebunden.
Es ist keinesfalls nur ein Funktions- und Fertigkeitstraining, sondern zielt auf die aktive individuelle Beteiligung aller Gruppenmitglieder bei der gemeinsamen Realisierung der Spielideen.

Um eine individuelle Förderung gewährleisten zu können, haben wir einige Gruppen zusammengestellt, bei denen der Schwerpunkt der Arbeit auf der sensomotorischen Ebene liegt.

Die Aktivierung der Basissinne, sowie die sensorische Stimulation durch Massagen, Eincremen, Schaukeln und andere Entspannungsübungen ist besonders ein Angebot für die Kinder, die nicht laufen können und / oder mit den anderen Angeboten überfordert wären.

Die psychomotorischen und sensomotorischen Fördereinheiten ersetzen keine Einzeltherapie und sind somit ein Zusatzangebot unserer Einrichtung.

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